Oakland University – Ausflüge und Reisen

Wenn man schon einmal in den USA ist, bietet es sich auch an den Bundesstaat zu verlassen und etwas mehr von dem riesigen Land zu sehen und kennenzulernen. Für mich haben sich während meines Auslandssemesters an der Oakland University einige Gelegenheiten dazu ergeben.

Nach mehreren Ausflügen zu den Familien meiner amerikanischen Freunde und Mitbewohner (die mitunter auch mehrere Stunden entfernt wohnten) sowie in die nähere Umgebung, ging der erste Ausflug in einen anderen Bundesstaat für mich nach Ohio. Das Student Program Board der Universität bot an Halloween für alle Studierenden einen Ausflug mit Bussen in den Nachbarstaat zum Cedar Point Parc an – einen der größten Freizeitparks der Welt mit allein 16 Achterbahnen, einem Strand (am Eriesee) und vielen weiteren Attraktionen. Das Besondere des sogenannten Halloweekends ist, dass der Park nicht nur tagsüber, sondern bis Mitternacht geöffnet hat. Zudem war alles für Halloween dekoriert, es gab verschiedene Shows und verkleidete Schauspieler sorgten für eine besondere Atmosphäre im nächtlichen Freizeitpark.

Im November ging es mit dem Ballroom Dance Club der Universität in den Nachbarbundesstaat Indiana, wo wir an der Purdue University an einem Wettbewerb teilgenommen haben. Meine Tanzpartnerin und ich waren hier sogar (auf dem untersten Level…) recht erfolgreich und haben es zweimal in den Recall geschafft. Sehr interessant war dieser Trip auch, weil wir in Fahrgemeinschaften dorthin gefahren sind und man sich auf der langen Fahrt (sowie beim Warten auf den nächsten Tanz) gemeinsam die Zeit vertreiben und somit im Team gut kennenlernen konnte.

Nachdem ich im Dezember mit allen Vorlesungen und Klausuren durch war, wollte ich mit einigen Freunden auch nochmal (für möglichst wenig Geld) etwas weiter weg. Glücklicherweise sind wir auf einen Flug von Spirit Airlines für je 30$ von Detroit nach Washington D.C. (und zum selben Preis wieder zurück) gestoßen. Die US-Hauptstadt war sicherlich ein Highlight meines Auslandssemesters – die vielen (meist kostenlosen!) Sehenswürdigkeiten wie das Capitol, der Zoo, Museen und Parks waren alle sehr sehenswert.

Nachdem ich Weihnachten und Silvester wieder bei Freunden in Michigan nahe der Oakland University verbracht habe, musste ich am Neujahrstag Abschied nehmen und bin mit dem Reisebus nach Toronto in Kanada gefahren. Neben dem Sightseeing-Aspekt hatte Toronto für mich auch den Vorteil, dass Flüge von hier nach Deutschland deutlich günstiger sind. Toronto ist (selbst bei Temperaturen um die -20°C) eine sehr lebendige Stadt. Sehr sehenswert war der Sonnenuntergang vom CN-Tower, das Ontario Science Center, das Aquarium sowie ein Tagesausflug zu den vereisten Niagarafällen an der US-Kanadischen Grenze.

Insgesamt habe ich das Gefühl – auch Abseits des Uni-Campusses – viel gesehen zu haben. Nichtsdestotrotz sind die USA natürlich derart groß und vielseitig, dass dies sicherlich nicht mein letzter Aufenthalt dort war. Chicago, New York, Florida, … und natürlich auch die Westküste stehen hier definitiv auf meiner Liste. Allein in Michigan bereue ich es etwas, es nicht in die (besonders im Herbst) landschaftlich reizvolle Upper Peninsula, also Michigans obere Halbinsel, geschafft zu haben.

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