Oakland University – International Orientation

Kaum zu glauben, dass ich jetzt schon 3 Wochen in den USA bin – die Zeit ist doch ziemlich schnell vergangen! Hier also der Versuch, die Zeit vor dem Vorlesungsbeginn zusammenzufassen. Zum Glück ging für mich nach meiner Ankunft nicht sofort das Semester los, sondern ich hatte zunächst anderthalb Wochen Zeit die Uni, sowie meine Mitbewohner und einige Kommilitonen kennenzulernen.

Bei meiner Ankunft wurde ich in der Wohnung von Tim, einem meiner Mitbewohner, begrüßt. Da es ja schon ziemlich spät war, konnten wir nicht mehr losfahren, um Besorgungen zu machen, aber er lieh mir eine Decke und ein Kopfkissen für meine erste Nacht in den Staaten.

Am nächsten Morgen gab es dann ein Willkommensfrühstück für mich und einige andere Neuankömmlinge im Gemeinschaftshaus des International Village. Neben leckeren Bagels und Müsli gab es auch frisches Obst sowie verschiedene Säfte – tatsächlich hatte ich aber den Eindruck der Einzige zu sein, der richtig frühstückte 😀

Das International Village ist Teil der Ann V. Nicholson Apartments, die am Rand des Campus gelegen sind. In insgesamt 7 Gebäuden ist hier Platz für knapp 500 Bewohner – damit ist der Komplex deutlich größer, als alles, was ich in Oldenburg bisher gesehen habe. Tatsächlich fällt die Größe aber gar nicht besonders auf, da die Gebäude recht weiträumig verteilt sind. Und da die meisten amerikanischen Bewohner eh erst zum Move in Day eingezogen sind, erschien mir der Campus zu diesem Zeitpunkt fast noch etwas ausgestorben.

Nichtsdestotrotz gab es für mich schon viel zu tun. Mit Tim fuhr ich etwa 15 Minuten zum nächsten Meijer’s Store. So ein riesiger Einkaufstempel ist definitiv eine besondere Erfahrung (eine Mischung aus Real und IKEA).

Ab Mittwoch fand schließlich die International Orientation statt – eine Art Orientierungswoche für internationale Studenten mit Themen von Krankenversicherung und Bankkonten, bis zu wissenschaftlichem Arbeiten an Universitäten. Überwältigt war ich hierbei vor allem von der Masse an kostenlosen Give-aways, die uns ständig und überall mitgegeben wurden. Am Ende der Woche war ich stolzer Besitzer von 7 (!) neuen T-Shirts, einer Thermoskanne, einer Trinkflasche, einem Taschenrechner, einer Sonnenbrille, 2 kleinen Rucksäcken, einer Taschenlampe, Schreibböcken, einer Nagelfeile, einem USB-Stick, einem Brillentuch, 2 Stressbällen sowie diversen Textmarkern und Kugelschreibern. Angenehm war auch, dass es immer kostenloses Essen vom Buffet gab, neben den Bagels zum Frühstück hatten wir mittags mal Pizza, ein andermal Tacos oder Burger und Salate mit Eiscreme.

Donnerstag und Freitag lernte ich dann auch meine anderen Mitbewohner, Juan und José kennen, die dann ebenfalls einzogen. Zudem traf ich das erste Mal Andreea, eine Mitarbeiterin an der Uni und meine amerikanische CAIR-Partnerin, die mich sehr herzlich empfangen hat. CAIR ist hier eine Art Buddy-Programm, bei dem man die einmalige Möglichkeit hat, eine/n Einheimischen (bzw. in meinem Fall gleich eine ganze Familie) näher kennenzulernen.

Samstag traf ich mich dann mit Ryan, einen amerikanischen Austauschstudenten, den ich in Oldenburg kennengelernt habe. Er zeigte mir die beiden benachbarten Städtchen Rochester und Auburn Hills, die mit ihren Parks und breiten Straßen wirklich den Charme kleiner amerikanischer Vorstadtidylle zeigen.

Bei den Orientierungstagen hatten wir uns mit der WG bei der International Oasis angemeldet, eine gemeinnützige Organisation, die unter anderem Events für internationale Studenten organisiert. Außerdem versorgt sie Neuankömmlinge kostenlos mit Küchen- und Wohnungsbedarf, was für uns sehr hilfreich war. So wurden wir dann am Sonntag auch von Ed und seinem Sohn besucht, die in einem großen Karton unter anderem Teller, Becher, Besteck und Backutensilien vorbeibrachten.

In der folgenden Woche hatten wir noch einmal ein ähnliches Willkommensprogramm  – nur diesmal in einer anderen Größenordnung, da inzwischen auch die meisten auf dem Campus lebenden Amerikaner eingezogen waren. Die Student Welcome Reception war in erster Linie für die Erstsemester, aber auch wir internationalen Studenten bekamen einfach ein T-Shirt unserer School (orange für die Engineering School) in die Hand gedrückt und waren dabei, als mit dem Orchester der Universität, Cheerleadern, dem Singen der Nationalhymne und einer Rede der Universitätspräsidentin das akademische Jahr eröffnet wurde. Natürlich gab es im Anschluss auch wieder kostenlos für alle zu essen.

Insgesamt war ich wirklich überwältigt von der Herzlichkeit, mit der ich hier in Rochester empfangen wurde und ich habe schon deutlich mehr Menschen kennengelernt, als ich mir Namen merken kann 😉 Mein Zimmer in den Ann V. Nicholson Apartments ist zwar klein, aber schön und ruhig und meine Mitbewohner sowie alle Nachbarn auf der Etage sind wirklich sehr nett.

Manche Themen, wie unsere Wohnung, das CAIR-Programm, den Campus und die International Oasis, habe ich hier nur angeschnitten. Dazu werde ich dann (wenn ich etwas Zeit finde?!) in den nächsten Tagen noch etwas mehr schreiben.

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