Wenn mein Laptop träumt

Kürzlich hat Google mit einem Projekt für viel Aufmerksamkeit gesorgt, das den Titel Deep Dream trägt. Kurz erklärt geht es darum neuronale Netze, die sonst zur Bilderkennung genutzt werden, umzudrehen:

Statt dem Algorithmus ein Bild zu geben und sich eine Beschreibung in Textform generieren zu lassen, fütterten die Forscher das Programm mit einem Begriff und ließen das Netz träumen, was es darunter versteht.
In die Berechnung des Bildes flossen also all die Farben, Muster und Formen ein, die das Netz zuvor im „Training“ zu diesem Begriff gelernt hatte. Weitere Informationen zu den technischen Hintergründen sind im Google-Research-Blog zu finden.

Interessant wird es auch, wenn man dem digitalen Gehirn normale Bilder gibt und es in diese Dinge hineininterpretieren lässt, die gar nicht da sind. Das funktioniert wie beim Träumen mit Wolkenbildern: „Das könnte ein Hund sein!“ – „Ich sehe eine Giraffe!“ – „Erkennst du die Maus mit dem großen Kopf?“. Solche Formen macht der Algorithmus sichtbar.

Erfreulicherweise haben die Programmierer ihr Programm bei GitHub unter einer OpenSource-Lizenz zur Verfügung gestellt. Wem es zu umständlich ist die gesamte Python-Umgebung mit den benötigten Bibliotheken selbst aufzusetzen, sei das Docker-Image von Ryan Kennedy empfohlen. In seinem Blog ist die Anleitung dafür zu finden.

Einmal installiert kann man das heruntergeladene neuronale Netz mit eigenen Bildern füttern, mit den Parametern spielen und die verschiedenen Ebenen der künstlichen Intelligenz erforschen. Einige meiner Ergebnisse habe ich in der Galerie gesammelt.

Weitere Deep-Dream-Bilder sind zum Beispiel bei Zeit Online zu finden.

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